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MENSCHEN

Mittlerweile sieht man Ihre Fahrzeuge nicht nur auf den Straßen Kölns, sondern auch in Leverkusen und im Rhein-Erft- Kreis. In Wuppertal kennt man Sie als PromAccon. Die Genehmigungen zu bekom- men, war ein harter Kampf, der sich aber gelohnt hat. Gerade in Krisenzeiten der Pandemie und des Hochwassers konnten wir unsere Leistungsstärke mit un- seren Mitarbeitern beweisen. Welche Städte stehen noch auf Ihrer Wunschliste? Düsseldorf wäre eine logische Ergänzung. Da bin und bleibe ich dran. Ich liebe Pferde und engagiere mich sowohl im Galopprennsport als auch in der Pferdezucht. Am Herzen liegt mir auch unser Projekt ‚Accon-Sternschnuppe‘. Mit einem umgebauten und voll ausgestatteten Kranken- transporter bringen wir Schwer- erkrankte und deren Begleiter an ihre Wunschorte, kostenfrei natürlich. Ein Anruf genügt und wir kümmern uns. Als zweiter Vorsitzender engagiere ich mich außerdem im Hospiz St. Marien, ebenfalls eine Einrichtung unter dem Dach der Stiftung der Cel- litinnen zur hl. Maria, und ich bin Vorsitzender im Förderverein des Heilig Geist-Krankenhauses. Womit verbringen Sie die Zeit außerhalb der Accon?

Krankentransporte übernommen. Die damals noch auf den Stati- onen tätigen Cellitinnen waren so zufrieden mit uns, dass sie den stellvertretenden Geschäfts- führer, Hans J. Peglow, davon überzeugten, uns einen Vertrag anzubieten. Seitdem verbinden die Accon und Einrichtungen der Cellitinnen zur hl. Maria eine sehr freundschaftliche und vertrauens- volle Zusammenarbeit. Andere Krankentransport- dienste klagen über eine hohe Mitarbeiterfluktuation. Wie ist die Situation in Ihrem Unter- nehmen? Natürlich wechseln auch bei uns schon mal die Mitarbeiter. Doch im Großen und Ganzen sind uns viele schon seit Jahren treu. Woran liegt das? Allein die Tatsache, dass wir über Tarif bezahlen, macht uns als Arbeitgeber attraktiv. Dazu kommt ein sehr familiä- res Miteinander, bei dem sich alle wohlfühlen. Außerdem ar- beiten wir mit ‚Wunschdienst- plänen‘. Die Mitarbeiter stellen sich ihre Schichten zusammen und geben ihre Wünsche an die Einsatzzentrale weiter. Aus Be- werbungsgesprächen weiß ich, dass dieses System ein nicht unerheblicher Grund ist, sich für die Arbeit bei der Accon zu entscheiden. Ein weiteres Plus, das für uns spricht: Lästige Fahrzeugausfälle wegen Ma- terialermüdung, defekte oder nicht einsatztaugliche Ausrüs- tung gibt es bei uns nicht. Un-

sere Fahrzeuge sind technisch alle auf dem neuesten Stand und mit hochwertigem medizini- schen Equipment ausgestattet. Alle zwei bis drei Jahre wech- seln wir die Fahrzeuge aus. So halten wir die Qualität. Das ist nicht selbstverständlich und die Kollegen wissen es zu schätzen. großen Hilfsorganisationen mit dem Krankentransportdienst beauftragen. Welche Probleme ergeben sich daraus für Sie? Obwohl wir alle Kriterien einhal- ten, die neuesten Fahrzeuge ha- ben, unsere Mitarbeiter gut be- zahlen und den Städten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis anbieten, versucht man, private Krankentransport-Anbieter aus dem Geschäft herauszuhalten. Da ich ein geduldiger, aber auch sehr hartnäckiger Mensch bin, entscheiden in letzter Konse- quenz oft die Gerichte, ob diese Geschäftspolitik rechtens ist. Der Krankentransport ist oft fest in der Hand der Städti- schen Feuerwehren, die die

Herzlichen Dank für das Gespräch, Herr Renz! (S.St)

Holger Renz, Geschäftsführer ACCON

CellitinnenForum 03 | 2021

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