CF_4_2021

MENSCHEN

Hallo. Danke. Ja. Ein Podcast mit und für Pflegende aus dem Ausland. A nna Di Biase gibt innerhalb der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria Deutschkurse

für Pflegeschüler oder für Pflegende in Anerkennung aus aller Welt. Die sprachlichen Stolpersteine im Alltag der Pflegenden aus dem Ausland sind oft Thema im Unterricht. „Das sind doch genau die Dinge, die er- zählt werden müssen“, dachte sich die studierte Germanistin und als eine Initiative des Deutschkurses am Kölner Heilig Geist-Kranken- haus war die Idee eines Podcasts geboren. Di Biase verfasste ein Skript und das Krankenhaus spon- serte das technische Equipment. Für die erste Folge hat sich Ou- maima Benaid bereit erklärt, aus ihrem ‚sprachlichen‘ Alltag im Krankenhaus zu erzählen. Die gebürtige Marokkanerin befindet sich in ihrer Ausbildungsanerken- nung. Die 23-Jährige hatte bereits in ihrer Heimat Deutsch gelernt. In Köln merkte sie aber, dass sie besonders beim kölschen Dialekt an ihre Grenze kommt. „Ich frage dann lieber nochmal bei Kollegen nach, was gemeint ist“, sagt Be- naid. Auch diese kleinen gespro- chenen Füllwörter, wie zum Bei- spiel ‚ne‘, irritierten sie anfangs, weil sie sich ständig fragte: „Was bedeutet das?“ Auch nach anderen Eindrücken fragt Anna Di Biase ihre Schüler im Podcast. „Ich war beispielswei- se erstaunt darüber, dass man mit Alkohol kochen kann“, sagt Be-

Oumaima Benaid (li) und Anna Di Biase bei der Aufnahme eines Podcasts für Hallo.Ja.Danke

naid. Die Sauberkeit und Hygiene- standards finde sie hier sehr gut. An der Unpünktlichkeit der Züge und Bahnen verzweifele sie aller- dings oft. Die Podcast-Folgen von ‚Hallo. Danke. Ja.‘ werden auf der Home- page des Heilig Geist-Kranken- hauses im Bereich Pflege abrufbar sein. Über den Namen der Pod- cast Reihe sagt sie: „Hallo. Danke. Ja. sind in der Regel die allerers- ten Worte, die meine Schüler im Alltag nutzen – das fand ich sehr einprägsam.“ (J.P.)

Grafik: Getty Images

CellitinnenForum 04 | 2021

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