Cellitinnen_4_25_schreibgeschuetzt

einfach einfach wichtig

einfach wichtig

Mit Freude, Einsatz und Teamgeist

Seit über 14 Jahren bringt Thomas Mader Einsatzfreude und Zusammenhalt in die Großküche der MARIENBORN gGmbH – und lebt seine Leidenschaft auch privat aus.

v.li.: Samantha Koslowski-Trubia, Birgül Kanik, Vittoria Mazza und Sürreyya Duman

Ein starkes Team im Hintergrund Wenn man an die Angestellten einer Pflegeeinrichtung denkt, stehen meist die Pflegekräfte im Mittelpunkt. Doch im Hintergrund sorgt im Cellitinnen-Marienborn St. Augustinus in Frechen-Königsdorf ein sechsköpfiges Hauswirtschaftsteam für Ordnung und eine herzliche Atmosphäre.

T homas Mader arbeitet seit 2010 bei der Marienborn. Seine berufliche Laufbahn begann damals in Euskirchen, 2023 wech selte er in die Spülküche der Großküche – ein Bereich, in dem er bis heute mit viel Freude und Einsatz tätig ist. Gemeinsam mit drei bis vier Kol legen sorgt er dafür, dass täglich rund 140 Wagen gereinigt werden. „Am liebsten spüle ich – da vergeht die Zeit wie im Flug“, erzählt er. Sein Arbeitstag ist klar strukturiert: Der Wecker klingelt um 07:00 Uhr, anschließend frühstückt er mit seinen Mitbewohnern im Haus Norbert, einer Einrichtung der Cellitinnen-Marienborn Behindertenhilfe. Um 10:00 Uhr beginnt die Ar beit, die bis 16:00 Uhr dauert – unterbrochen von zwei festen Pausen. Besonders schätzt Mader die gute Zusammenarbeit und klare Auf gabenteilung im Team. „Wir sind ein eingespiel tes Team, das gut zusammenhält“, sagt er. Nur schade sei, dass bei Betriebsausflügen nicht alle gleichzeitig teilnehmen können – für ihn ein Zei chen, wie wichtig die Arbeit in der Küche ist. Seinen Weg zur Behindertenhilfe fand er über seine Mutter, die in der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie auf Station Hermann-Josef tätig war. Auch seine damalige Betreuerin Britta Abel begleitete ihn. Schon 2010 zog er zunächst ins Betreute Wohnen, bevor er schließlich im Haus Norbert ein Zuhause fand. Neben der Arbeit ist Thomas Mader vielseitig ak tiv: Er fährt leidenschaftlich gerne Fahrrad, geht bowlen und möchte bald wieder mit Badminton starten. Auch in der Küche ist er privat gerne aktiv: Ursprünglich wollte er Koch werden. Heu te lebt er diese Freude aus, wenn er einmal pro

D er Arbeitstag des sechsköpfigen Haus wirtschaftsteams im St. Augustinus in Frechen beginnt früh: Ab 07:30 Uhr öff nen sich täglich die Türen des Restaurants und das Frühstück wird serviert. Tische eindecken, Kaffee einschenken, Brötchen aufschneiden – bis 09:30 Uhr läuft der Dienst auf Hochtouren. Anschließend geht es nahtlos weiter mit Auf räumen, Spülen und den Vorbereitungen für das Mittagessen. Am Nachmittag locken Kaffee und Kuchen die rund 40 Bewohner in das Restaurant des alten Klosters, bevor der Tag mit einem ge mütlichen Abendbrot ausklingt. Zwischendurch stehen außerdem sogenannte „Zimmerchecks“ auf dem Plan: Gardinen kontrollieren, kleine Reparaturen melden und für Ordnung sorgen. Dienstags kommt zusätzlich die Wäsche dazu. Ein klar strukturierter Ablauf – und doch ist kein Tag wie der andere. Ihr Zusammenhalt zeichnet die Mitarbeiterin nen besonders aus. „Herzlich, fröhlich und kom munikativ“ – so beschreiben sie sich selbst, und tatsächlich spürt man diese positive Energie bereits beim Betreten des Saals. „Wir verstehen

uns richtig gut“, sagen sie. Die meisten sind seit mehr als zwei Jahren Teil der Marienborn und bringen vorherige Erfahrungen aus Gastronomie und Einzelhandel mit. Für die Hauswirtschaftle rinnen steht die Menschlichkeit im Mittelpunkt ihrer Arbeit: Das St. Augustinus ist für die Be wohnerinnen und Bewohner ihr Zuhause, und jeder soll sich hier wohlfühlen. „Hier wird viel gelacht. Das macht es leichter, auch stressige Tage zu meistern.“ Die Nähe zu den Bewohnern spielt eine große Rolle. Viele kennen die Haus wirtschaftlerinnen schon lange und freuen sich über einen kurzen Austausch während des Es sens. „Es sind oft die kleinen Dinge, ein Lächeln oder ein Dankeschön, die uns motivieren.“ Wer so nah dran ist, teilt nicht nur die schönen, son dern auch die traurigen Momente. Dazu gehört auch der Abschied von Bewohnern. „Das ist die schwerste Seite unserer Arbeit.“ Warum sie ihren Beruf dennoch so gerne aus üben? „Weil er sinnstiftend ist und man ganz viel zurückbekommt. Außerdem macht die Ar beit im Team richtig Spaß“, erklären die Damen. (A.H.)

Thomas Mader

Woche gemeinsam mit anderen Bewohnern für alle im Haus Norbert kocht. „Das macht großen Spaß – und wir lernen immer wieder etwas Neu es dazu“, erzählt er begeistert. Stolz ist er zudem auf sein eigenes Auto, das ihm Unabhängigkeit und Flexibilität schenkt. Mit seiner positiven Einstellung, seiner Tatkraft und seiner Zuverlässigkeit ist Mader ein geschätztes Mitglied des Catering-Teams – und ein Beispiel dafür, wie wertvoll die Arbeit hinter den Kulissen für das Gelingen des Ganzen ist. (C.G.)

Foto: Ansgar Bolle, multimediadesign.net

16

17

einfach Cellitinnen 04 | 25

04 | 25 einfach Cellitinnen

Made with FlippingBook - Share PDF online