Cellitinnen_Gesamt_2_2026
einfach verwurzelt
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wähnten Trägern, die dieses Projekt angestoßen haben und in Kooperation mit (Erz-)Bistümern und ihren Diözesan-Caritasverbänden weiter entwickeln möchten. Insofern verstand sich der Fachtag als eine Art Think-Tank, der den Teilnehmern – unter ihnen viele aktive Seelsorger sowie Bistums- und Trä gerverantwortliche – ermöglichte, die Thesen der Referenten und das vorgestellte Qualifizie rungsmodell intensiv zu diskutieren. Thomas Gäde, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung der Cellitinnen, betonte beim abschlie ßenden Podiumsgespräch das große Interesse des Unternehmensverbundes, eine treibende Kraft dieses Entwicklungs- und Diskussionspro zesses zu sein. Aus Treue zum eigenen Auftrag und Erbe, für die anvertrauten Menschen in der Vielfalt der Einrichtungen da zu sein, sei es der Stiftung der Cellitinnen ein besonderes Anliegen, die Seelsorge auch unter den Bedingungen ei ner stark abnehmenden kirchlich gebundenen Religiosität sicherzustellen. Diese Bedingungen führten im Übrigen auch dazu, dass den Bistü mern in Zukunft weniger Personal und finanziel le Mittel für die Seelsorge im Gesundheitswesen zur Verfügung stünden. Auch dies sei ein wichti ges Motiv dafür, sich frühzeitig und unter Bünde lung der Kräfte mehrerer katholischer Träger für die Zukunft der Seelsorge zu engagieren. Die genannten Träger gehen in diesem Sinne vo ran. Die insgesamt zustimmenden Reaktionen und regen Diskussionen auf dem Fachtag „Up date – Seelsorge im Gesundheitswesen“ ermu tigen alle Beteiligten, die Zukunft der Seelsorge im Gesundheitswesen um der Menschen willen weiterzuentwickeln und gemeinsam tatkräftig zu gestalten. (J.F.) Das Gesundheitssystem steht auf dem Prüfstand – und auch die Rolle der Seelsorge im Gesundheitswesen. « «
Die Zukunft der Seelsorge im Gesundheitswesen Träger, Kirche und Wissenschaft diskutierten beim Fachtag in Köln Perspektiven für eine zukunftsfähige Pastoral.
Sautermeister legte den Schwerpunkt seines Vortrags auf den notwendigen Wandel des Seelsorgeverständnisses im Gesundheitswesen angesichts der Abnahme kirchlich gebundener Religiosität. Dabei betonte er, dass die Berück sichtigung der religiös-spirituellen Dimension Bestandteil einer ganzheitlichen Gesundheits versorgung sei. Um dies zur Geltung zu bringen und ein fester Bestandteil des Behandlungs prozesses zu werden, müsse sich die Seelsorge verstärkt mit den heilberuflichen Disziplinen im Gesundheitswesen vernetzen und professi onalisieren. Wenn es nicht mehr in erster Linie darum gehen könne, konfessionell gebundene Menschen auch im Gesundheitswesen seelsor gerisch „zu versorgen“, dann werde die Seelsor ge nur noch dann Akzeptanz im Gesundheits wesen finden, wenn sie ihre Evidenz für den Heilungs- oder Pflegeprozess belegen könne. Daran anknüpfend betonte Fischer in seinem Vortrag, dass die Zukunft der christlichen Seel sorge im Gesundheitswesen eine neue „Rol lenarchitektur“ zwischen kirchlichen Trägern, Bistümern, Diözesan-Caritasverbänden sowie auch zwischen den christlichen Kirchen erforde re. Damit sich die Seelsorge als kirchliche Dienst leistung im Gesundheitswesen profilieren könne, müssten sich unter anderem die Seelsorgerollen in den Einrichtungen weiter ausdifferenzieren, verändern und integrativ zusammenarbeiten. Fischer nutzte seinen Vortrag auch dazu, eine auf das Gesundheitswesen zugeschnittene Seel sorgequalifizierung acht katholischer Träger im Gesundheitswesen vorzustellen, die am Lehr stuhl von Sautermeister an der Universität Bonn ab dem Wintersemester 2027/2028 angeboten werden soll. Ein zweisemestriger Weiterbil dungsmaster soll Interessierte mit unterschied lichen fachlichen Vorbildungen dazu befähigen, als Seelsorgende im Gesundheitswesen tätig zu werden. Die Stiftung der Cellitinnen zählt neben der St. Franziskus-Stiftung (Münster), der St. Augusti nus Gruppe (Neuss), der Gemeinnützigen Ge sellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH, der Alexianer GmbH (Münster), der Katholischen Einrichtungen Ruhrgebiet Nord GmbH (Gelsen kirchen), der Marienhaus GmbH (Waldbreitbach) und der BBT-Gruppe (Koblenz) zu den acht er
V.l.n.r.: Dr. Philipp Wittmann, Bereichsleiter Diakonische Pastoral Erzbistum Köln, Thomas Gäde, Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Cellitinnen, Bruno Schrage, Referent für Caritaspastoral Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.
W elche Zukunft hat die Seelsorge im So zial- und Gesundheitssystem?“ Ant worten auf diese Frage suchten die rund hundert Teilnehmer des Fachtags „Update – Seelsorge im Gesundheitswesen – Ein Fachtag zur Zukunft der diakonischen Pastoral!“, der am 4. März 2026 im Kölner Maternushaus stattfand. Dabei gingen der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, das Wissenschaftsnetz werk Caritas und das Erzbistum Köln als Veran stalter von folgenden Beobachtungen aus: „Das Gesundheitssystem steht auf dem Prüfstand – und auch die Rolle der Seelsorge im Gesund heitswesen. Strukturelle Umbrüche in der Kirche, Ressourcenverschiebungen, eine veränderte Re ligiosität in der Gesellschaft, Spiritual Care, neue
Erwartungen – all das fordert die Seelsorgen den, die konfessionellen Träger, die diözesanen Fachabteilungen wie auch die Diözesan-Caritas verbände heraus.“ Als eine mögliche Antwort auf die Frage, welche Zukunft die Seelsorge angesichts der skizzierten Herausforderungen haben könne, präsentier ten die Hauptreferenten Professor Jochen Sau termeister von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn und Professor Michael Fischer, der an der Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, medizinische In formatiok und Technik (UMIT) in Hall, Tirol, lehrt und das Referat für Christliche Identität und Werte in der St. Franziskus-Stiftung Münster lei tet.
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