Cellitinnen_Gesamt_2_2026

einfach wichtig einfach kompetent

einfach wichtig

Sicher in die Pflegepraxis Die ‚Azubi-Basics‘ bieten Pflegeauszubildenden einen geschützten Raum, in dem fehlende praktische Voraussetzungen ohne Druck und Angst eingeübt werden können.

die Interessen des Unternehmens eingebun den sind.

Beide verstehen sich als vermittelnde Instanz zwischen Patienten, Angehörigen und Kran kenhaus. Ihr Ziel ist es nicht, medizinische Entscheidungen zu bewerten. Vielmehr geht es darum, zuzuhören, Anliegen aufzuneh men und dabei zu unterstützen, diese an die richtigen Stellen weiterzugeben. Im persönlichen Gespräch entsteht oft schnell Vertrauen. Viele Patienten nutzen die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge in einem ge schützten Rahmen zu schildern – bei Fragen, Kritik oder auch positiven Rückmeldungen. Für Bernges und Osterberg steht dabei im mer der Mensch im Mittelpunkt. Bernges bringt langjährige Erfahrung aus dem Qualitätsmanagement des Cellitinnen-Kran kenhauses St. Josef mit. Sie kennt Strukturen, Abläufe und Verantwortlichkeiten aus nächs ter Nähe – und verbindet dieses Wissen mit einem feinen Gespür für die Anliegen der Pati enten. So gelingt es ihr, Themen gezielt einzu ordnen und verständlich weiterzugeben. Osterberg engagiert sich bereits seit über vier Jahren als Patientenfürsprecher. Er ver steht seine Aufgabe auch als eine Form der seelsorgerischen Begleitung. Es ist ihm wich tig, Patienten aufzumuntern und ihnen Zu versicht zu geben. „Es motiviert mich sehr, dass ich anderen Menschen auf diese Weise Freude machen kann“, beschreibt er seinen Antrieb. Diese Aufgabe möchte er so lange ausüben, wie es ihm möglich ist. Kommt es zu Unsicherheiten oder Konflik ten – etwa zwischen Angehörigen und Pfle gekräften oder Ärzten – sehen sich beide in einer vermittelnden Rolle. Ziel ist es, Missver ständnisse zu klären und Lösungen im Sinne aller Beteiligten zu finden. Durch ihre unabhängige Perspektive leisten die Patientenfürsprecher einen wichtigen Beitrag zur Qualität im Klinikalltag. Sie er gänzen die Versorgung um eine menschliche Komponente, die für viele Patienten ent scheidend ist: das Gefühl, gehört zu werden. (C.N.)

D as Konzept der Azubi-Basics entstand 2017 bei der MARI ENBORN gGmbH unter der Leitung der Ausbildungskoordinato rin Florence Harzheim. Anlass waren Rückmeldungen aus den Pflegeein richtungen: Pflegedienstleitungen be richteten, dass Auszubildende zwar theoretisch gut vorbereitet seien, es jedoch an praktischen Selbstver ständlichkeiten fehle – etwa einen Tisch ordentlich zu decken, den Blut druck korrekt mit dem Stethoskop zu messen oder wertschätzende Um gangsformen im Berufsalltag sicher anzuwenden, erläutert Harzheim. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Ein hoher Medienkonsum hemmt nach Beobachtung Harzheims häufig Ei geninitiative und lösungsorientierte Selbstständigkeit. Die Eigenmotivati on sei dadurch reduziert, praktische Alltagskompetenzen würden seltener selbstverständlich vermittelt. Zudem würden Erziehung und Sozialisation im Hinblick auf das gesellschaftliche Zusammenleben zunehmend an Bil dungseinrichtungen ‚ausgelagert‘. Sprachbarrieren und kulturelle Un terschiede verstärken diese Entwick lung zusätzlich. Vielen Auszubilden den fehlt somit aus unterschiedlichen Gründen eine stabile Basis, auf der pflegerische Professionalität aufbau en kann. Die ‚Azubi-Basics‘ greifen diese He rausforderungen gezielt auf. Beson ders wirkungsvoll sind Arbeitsgrup pen, in denen Inhalte auf Augenhöhe, am besten durch die Auszubildenden

Die Patientenfürsprecher Susanne Bernges und Hans Osterberg

Zuhören, vermitteln, Vertrauen schaffen

Michaela Roebrock zeigt den Azubis den Umgang mit Hilfsmitteln

Florence Harzheim zeigt wie Blutzucker richtig gemessen wird

Jede ‚Azubi-Basics-Woche‘ beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Dabei wird das Unternehmen vor gestellt und der Inhalt der Woche wertschätzend vermittelt. Auf dem Programm stehen Hygiene- und Qua litätsmanagement, die ‚Marte Meo‘ Interaktionsmethode, ‚Tischlein deck dich‘, der Azubi-Knigge, Rechte und Pflichten, pflegerische Grundlagen, die Einweisung in manuelle und techni sche Medizinprodukte sowie rücken schonende Mobilisationstechniken. Die ‚Azubi-Basics‘ sind damit weit mehr als ein Einführungskurs. Sie bie ten einen geschützten Lernraum, der junge Menschen befähigt, Verantwor tung zu übernehmen, Sicherheit zu gewinnen und mit einer klaren Hal tung in einen anspruchsvollen Beruf zu starten. (I.O.)

selbst, vermittelt werden. Ohne Prü fungsdruck können Fragen gestellt, Unsicherheiten benannt und prak tische Abläufe wiederholt eingeübt werden. Theorie und umfangreiche praktische Erfahrung gehen dabei Hand in Hand – ein Ansatz, der Si cherheit gibt und zugleich die Freude am Lernen stärkt. Was 2017 mit drei Tagen begann, um fasst heute fünf aufeinanderfolgende Tage, und zwar zu Beginn der Aus bildung im Orientierungseinsatz. Im letzten Jahr wurden insgesamt 150 Auszubildende in kleinen Gruppen geschult. Aktuell sind 54 Kurse orga nisiert – eine strategische und logisti sche Herausforderung, die Harzheim gemeinsam mit der zentralen Praxis anleiterin Michaela Roebrock meis tert.

Susanne Bernges und Hans Osterberg engagieren sich als Patientenfürsprecher im Klinik verbund St. Petrus und St. Josef – unabhängig, ehrenamtlich und nah am Menschen.

E in Krankenhausaufenthalt bringt für viele Patienten nicht nur medizini sche Fragen mit sich, sondern auch Unsicherheiten, Sorgen oder Gesprächs bedarf. Im Klinikverbund St. Petrus und St. Josef stehen mit Susanne Bernges und Hans Osterberg zwei Patientenfürsprecher zur Verfügung, die genau hier ansetzen: als unabhängige Ansprechpartner auf Augen höhe. Sie arbeiten ehrenamtlich und kön nen so unabhängig agieren, da sie nicht in

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