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einfach kompetent
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Seifenblasenpusten fördert die Lungenfunktion
Mit Luftballons sanft in Bewegung kommen
Arbeit mit künstlich beatmeten Menschen. Die se Kompetenzen setzen die beiden Teams – in direkter räumlicher Anbindung an Krankenhaus und Beatmungspflege – gemeinsam ein, um möglichst vielen Menschen bei der Entwöhnung vom Beatmungsgerät zu unterstützen. Abschied nehmen und Erinnerung schaffen. Da mit schließen sie gemeinsam eine Versorgungs lücke, die es bisher zwischen Weaning-Station und Heimbeatmung gab. Und geben Menschen, die auf künstliche Beatmung angewiesen sind, nicht nur neue Perspektiven, sondern auch Luft zum Leben. Denn: Laut einer Evaluation der AOK Rheinland/Hamburg liegt die Erfolgsquote in den Lebensluft-Einrichtungen bei 67 Prozent. (A.H./E.L.) ‚Lebensluft' wurde von der AOK Rheinland/ Hamburg im Jahr 2016 ins Leben gerufen. Nach Krefeld, Wuppertal und Hamburg ist die Station im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius in Köln die deutschlandweit vierte Einrichtung. Auf der Station mit sechs Plätzen in Einzelzimmern, die perspektivisch erweitert werden sollen, arbei ten Lungenfachärzte, spezialisierte Pflegekräfte, Ergo-, Atmungs- und Physiotherapeuten eng zusammen. In Deutschland leben rund 30.000 Menschen dauerhaft außerklinisch mit künstlicher Beatmung.
nung von der Beatmung schaffen zu können, aber dafür mehr Zeit und eine noch intensivere Therapie benötigen, gab es bisher kaum Ange bote. Das haben wir mit der Eröffnung der Stati on Lebensluft geändert."
Ein Zuhause auf Zeit und echtes Teamwork
Die neue Station ist zwar im Akutkrankenhaus beheimatet, erinnert aber wenig an eine Klinik: Wohnlich gestaltete Zimmer, eine helle und freundliche Atmosphäre und ein großer offener Gemeinschaftsbereich schaffen Behaglichkeit. „Die Patienten bleiben meist mehrere Monate bei uns, daher ist es uns wichtig, dass sie sich hier zu Hause fühlen“, sagt Stephanie Armbrecht, Pflegedienstleiterin der Cellitinnen-Marienborn Beatmungspflege St. Severinus. Dazu tragen die Räumlichkeiten bei, aber vor allem die indi viduelle Betreuung der bis zu sechs Patienten. Diese ist echtes Teamwork: Krankenhaus und Beatmungspflege arbeiten Hand in Hand, um Patienten mit einer intensiven pflegerischen und therapeutischen Unterstützung zu einem Leben ohne Beatmungsgerät zu verhelfen. Das Team der Klinik für Pneumologie, Allergo logie, Schlaf- und Beatmungsmedizin um Chef ärztin Priv.-Doz. Dr. Urte Sommerwerck und das Team der Cellitinnen-Marienborn Beatmungs pflege St. Severinus verfügen über langjährige Erfahrung und spezialisierte Kenntnisse in der
Team der Station Lebensluft
Luft zum Leben Neue Perspektiven für Menschen mit künstlicher Beatmung. S ind Menschen auf Grund einer Erkrankung oder nach einer Operation auf künstliche Beatmung angewiesen, ist das Ziel in den chen Beatmung entwöhnt werden können, gibt es neue Perspektiven durch ein innovatives Ver sorgungskonzept: Lebensluft.
allermeisten Fällen, die Beatmung durch Geräte langfristig wieder durch selbstständiges Atmen zu ersetzen. Auf Weaning-Stationen (to wean = entwöhnen) arbeiten spezialisierte Teams aus verschiedenen Berufsgruppen gemeinsam daran, betroffenen Menschen zu einem Leben ohne Beatmungsgerät zu verhelfen. In vielen Fällen gelingt dies erfolgreich. Für Menschen, die auf einer Weaning-Station nicht von der künstli
„Konnte ein Patient nicht von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden, blieb bisher meist nur ein Leben mit dauerhaftem Einsatz des Ge rätes“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Urte Sommerwerck, Chefärztin der Klinik für Pneumologie, Allergo logie, Schlaf- und Beatmungsmedizin im Kölner Severinsklösterchen. „Für Menschen, die medi zinisch eine gute Prognose haben, die Entwöh
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