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KOMPETENZ

KOMPETENZ

Wohin im Notfall? Es ist nicht immer einfach zu entscheiden, wohinman sichmit einem medizinischen Problemwenden kann, vor allem außerhalb von Praxisöffnungszeiten oder amWochenende. Ein paar einfache Kriterien können bei der Entscheidung helfen:

Neue Technik am Brustzentrum

Das Brustzentrum an der Frauenklinik hat zusammen mit dem Institut für Radiologie am Heilig Geist-Krankenhaus ein neues Hightech-Gerät erhalten, das die Prozesse während einer Operation vereinfacht. D as Team um Senologin Dr. Verena Kirn, die das Brustzentrum seit 2018 lei-

Treten unter der Woche tagsüber Beschwerden auf, zuerst an den Hausarzt wenden, der weiß, was zu tun ist.

Außerhalb der Praxisöffnungszeiten, abends und an den Wochenenden, hilft der Bereitschaftsdienst der Kassen- ärztlichen Vereinigung, auch Ärztlicher Notdienst genannt. Er ist bundesweit unter der kostenfreien Telefonnummer 116117 zu erreichen.

Das spart Zeit. Insbesondere bei nicht tastbaren Befunden kann somit zeitnah sichergestellt wer- den, dass das bösartige Gewebe auch im entfernten Präparat ent- halten ist. Für die Patientinnen er- gibt sich dadurch der klare Vorteil einer kürzeren Zeit in Narkose. Das BioVision™ System der Fir- ma HOLOGIC® ist auf dem neu- esten technologischen Stand und kann eine geometrische Vergrö- ßerung des Bildes um 1,4-fach, und 2-fach (bis zu einem Bild- kreisdurchmesser 20 lp/mm) dar- stellen. Diese exzellent hohe Auf- lösung ermöglicht das Erkennen kleinster Verkalkungen innerhalb des Brustgewebes.

Dr. Markus Wingen, Chefarzt des Institutes für Radiologie, ist begeistert von der Neuerung: „Diese Form der Prozessop- timierung hat wirklich sowohl für die Operateure und Radio- logen als auch für die Patien- tinnen einen spürbar positiven Effekt.“ Kirn, die zuvor an der Universitätsklinik tätig war, sieht das Brustzentrum grundsätzlich sehr gut aufgestellt. „Ich habe schon viele Patientinnen bei ih- rem Genesungsprozess beglei- ten dürfen und ich freue mich, sehr in einem fachlich so kompe- tenten und familiären Team arbei- ten zu dürfen.“

tet, hat nun die Möglichkeit, bei Operationen eine sogenannte ‚intraoperative Präparate-Radio- graphie‘ durchzuführen. Bei der Entfernung eines Mammakarzi- noms (Brustkrebs) kann der ope- rierende Arzt das entnommene Gewebe direkt im OP-Saal bild- lich darstellen. Das Bild erscheint zeitgleich auf den Bildschirmen im OP-Saal und im hauseigenen Institut für Radiologie im Erdge- schoss. So können sich Opera- teur und Radiologe unmittelbar telefonisch abstimmen – ein Bo- tengang in die Radiologie entfällt.

Ein akuter Notfall besteht bei Lebensgefahr, oder wenn bleibende Schäden nicht ausgeschlossen werden können. Dazu gehören schwere Unfälle, der Verdacht auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt, starker Blutverlust, anhalten- de Bewusstlosigkeit. Dann: Sofort die 112 wählen.

Die Notaufnahme eines Krankenhauses sollte nur dann selbstständig aufgesucht werden, wenn wirklich gravie- rende gesundheitliche Probleme bestehen.

Illustration: iStock

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CellitinnenForum 02 | 2020

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