einfachCellitinnen_03_2025
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Seeluft, Gemeinschaft und unvergessliche Momente
Weltoffen, gleichberechtigt, vielfältig Mitarbeiter der AG Vielfalt stellten die Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria beim COME TOGETHER-CUP vor.
fristig auf die Beine gestellt werden. Das Team vor Ort war im Vorfeld recht aufgeregt. Neben der Sorge um das Wetter war die spannendste Frage: „Wie werden wir wahrgenommen?“ Bei leichtem Regen wurde in einen immer sonniger werdenden Tag gestartet. Das Team brutzelte fleißig Popcorn, dessen Duft die Menschen an lockte. Dazu gab es Infomaterial zum Leben in den Seniorenhäusern. Spontan kam sogar noch ein Schminkangebot für Kinder zustande. Neben Kollegen aus Krankenhäusern – darunter auch Cellitinnen-Kliniken – und Pflegedozenten suchten auch potenzielle Bewohner das Ge spräch. Ihnen war es ein großes Anliegen, zu er fahren, wo sie im Alter oder bei zunehmendem Pflegebedarf einen guten Lebensort finden kön nen. Im Gespräch mit benachbarten Ausstellern bestätigte sich die Vermutung, dass es in punc to Akzeptanz und wirklicher Vorurteilsfreiheit noch viel zu tun gibt. Für die Beteiligten steht fest, dass der Tag ein Erfolg war und sie 2026 wieder dabei sein möch ten. Dafür wurden schon einige bunte Ideen gesammelt. Darüber hinaus plant die AG inter kulturelle Begegnungsevents mit kulinarischem Schwerpunkt, interreligiösem Austausch und Teilhabe, eine durch die Seniorenhäuser wan dernde Aktion zum Thema Vielfalt und vieles mehr. (S.E.)
Nach fast sechs Jahren war es endlich wieder soweit: Im Juni 2025 ging es für eine kleine Rei segruppe aus dem Cellitinnen-Seniorenhaus Serafine für einige Tage an die niederländische Küste.
die Laune nicht verderben: Stattdes sen gab es ein Eis im Ferienort Renes se und an der Küste des Brouwers dam bestaunten sie Miesmuscheln an den Buhnen und Felsen. Am zweiten Tag fuhr die Reisegrup pe mit einem solarbetriebenen Zug durch die Hafenstadt Vlissingen. Mit einem Spaziergang an der Promenade und dem Besuch mehrerer Straßenca fés ging der Ausflug entspannt weiter. Das unbestrittene Highlight folgte am dritten Tag: Nach einem Bummel über den Wochenmarkt von Middelburg – inklusive Verkostung von Kibbeling und Stroopwafels – ging es an den Strand von Westkapelle. Hier scho ben die Mitarbeiter die Rollstühle über den Sand bis an die Wasserlinie. „Wir haben alles gegeben, damit wirklich alle einmal ihre Füße ins Meer halten konnten“, sagt Gummel stolz. Der gemeinsame Urlaub war für alle ein voller Erfolg. Noch Wochen spä ter erzählen die Senioren begeistert von der Auszeit an der See. Für das kommende Jahr steht für das Senio renhaus Serafine fest: Es geht wieder nach Zeeland. (A.O.)
A uf dem Strategieworkshop 2030 wurde die Arbeitsgemeinschaft (AG) ‚Vielfalt‘ der Seniorenhaus GmbH ins Leben ge rufen. Die Mitglieder der AG möchten das Be wusstsein für ein faires, wertschätzendes und vorurteilsfreies Miteinander von Kollegen und Bewohnern schärfen. Merkmale wie Herkunft, kulturelle Wurzeln, Geschlecht, Alter, Behin derung, Glaube und Lebensweise sollen dabei nicht als Einschränkung, sondern als Bereiche rung wahrgenommen werden. Dies möchte die AG in die Öffentlichkeit tragen und gleichzeitig die Seniorenhäuser als Willkommensort für alle Menschen in ihrer Diversität bekannter machen. Am 29.05.2025 trat die AG erstmals öffentlich in Erscheinung, und zwar auf dem ‚COME-TO GETHER-CUP – Das Fußballfest der Vielfalt‘ mit einem Infostand der Cellitinnen-Seniorenhäuser. Das traditionelle Kölner Freizeitfußballturnier wird seit über 31 Jahren auf den Stadionvorwie sen ausgetragen. Die Wiesen vor dem Müngers dorfer Stadion werden zu zahlreichen kleinen Spielfeldern, und auf dem „Boulevard der Viel falt“ kommt man miteinander ins Gespräch. Das Fest hat inzwischen 1.000 aktive Teilnehmer und 20.000 Besucher. Dank der großzügigen Unterstützung von Ge schäftsführung, Personalabteilung, Senioren hausleitungen sowie engagierten Kollegen konnte die Teilnahme mit einem Infostand kurz
A m 09.06.2025 hieß es für vier Bewohner: „Op naar Zeeland!“ Mit dabei war eine Angehörige, die ihren Mann begleitete. Ein beson ders schönes Erlebnis für beide, denn sie hatten nicht mehr damit gerech net, gemeinsam verreisen zu können.
Begleitet und versorgt wurde die Gruppe von zwei Pflegefachkräften, der Hauswirtschaftsleitung, die für die Verpflegung sorgte, sowie Marcus Gummel von der Sozial-Kulturellen Betreuung (SKB), der die Reise organi sierte. „Mit der Planung habe ich be reits mehr als ein halbes Jahr vor der Reise begonnen“, erzählt Gummel. „Die beiden barrierefreien Ferienhäu ser im Örtchen Koudekerke sind sehr beliebt – die musste ich frühzeitig re servieren.“ Gummel kennt sich bes tens in der Region aus: „Ich habe seit mehr als zehn Jahren einen Camping wagen in Zeeland und mache dort regelmäßig Urlaub. Daher hat es mir auch großen Spaß gemacht, unsere Ausflugsziele zusammenzustellen.“ Wie es auf Reisen manchmal so kommt, lief nicht alles nach Plan. Eine Schifffahrt am ersten Tag fiel wegen Sturm aus. Doch die Gruppe ließ sich
Auszeit am Strand
Der Infostand auf dem Boulevard der Vielfalt
Frisches Popcorn
Foto: Getty Images
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