einfachCellitinnen_03_2025

einfach wichtig

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In den Gärten wer den auch religöse Gefühle durch eine ansprechende Ge staltung geweckt.

Mit allen Sinnen Sinnesgärten sind nicht nur für Menschen mit Demenz eine Bereicherung.

Und wenn es nicht mehr der richtige Zoobesuch sein kann, so regen in den Gärten zum Beispiel Raubkatzen aus Metall das Gedächt nis an. Sie laden dazu sein, sich an frühere Familienausflüge in den Zoo zu erinnern.

I n den Langzeitpflegeeinrichtungen der Cel litinnen-Marienborn und den Einrichtungen der Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria wird der Garten als wertvoller Ort der Begegnung und des Wohlbefindens gestaltet. Besonders hervorzuheben sind dabei die soge nannten Sinnesgärten, die darauf ausgerichtet sind, alle Sinne anzusprechen und zu fördern – insbesondere die der demenzkranken Men schen. Für Menschen mit Demenz kann der re gelmäßige Aufenthalt im Garten eine große Wir kung entfalten. Er hilft, den Tag zu strukturieren,

schafft vertraute Rituale und öffnet Wege zu alten Erinnerungen. Das Wiedererkennen von Pflanzen, das Hören vertrauter Vogelstimmen oder der Duft von frischer Erde wecken oft schöne Erinne rungen. Diese Vertrautheit vermittelt Sicherheit, es stärkt das Selbstwertgefühl und schafft eine Atmosphäre von Geborgenheit. Der Sinnesgarten ist somit mehr als nur ein grüner Raum – er ist ein Ort der Erinnerung, der Ruhe und des Wohlbefin dens, der das Leben von Menschen mit Demenz bereichert und ihre Lebensqualität nachhaltig ver bessert. (L.B)

Besonders Hoch beete erlauben das ‚Mitgärtnern‘. Das gemeinsame Ernten und Probieren schafft positive Erlebnisse und stärkt das Ge meinschaftsgefühl.

Das Tasten wird durch verschiedene Materialien im Garten stimuliert. Das Ertasten von Baumrinde, das Pflücken von Blumen oder das Barfußlaufen auf Sand oder weichem Boden sprechen den Tastsinn an und fördern die Wahrneh mung sowie die motori schen Fähigkeiten.

Die bunte Vielfalt im Garten spricht das Auge an. Blühende Bäume, die sich im Herbst in warmen Farben verfärben, sowie farbenfrohe Blu men regen die visu elle Wahrnehmung

Ein zentraler Aspekt ist das Hören: Das Rascheln der Blätter, das Plätschern von Wasser, das Zwitschern der Vögel oder das Summen der Insekten schaffen eine beruhigende Atmosphäre. Diese natürlichen Geräusche können Stress reduzieren und das Gefühl von Geborgenheit stärken.

an und wecken Erinnerungen.

Einige Gartenbe reiche werden nach beliebten Urlaubszielen der Bewohner gestaltet, so wie hier auf dem Bild die typische Dü nenlandschaft an der holländischen Nordseeküste.

Der Geschmack kommt im Sinnesgarten nicht zu kurz. Das Pflanzen von Obst, Gemü se und Kräutern ermöglicht es den Besuchern, die Früchte ihrer Arbeit zu kosten.

Foto: Getty Images

Der Bauerngarten erinnert viele Bewohner an frühere Zeiten.

In den Gärten der Pflegeeinrichtungen werden auch echte Tiere gehalten. Sie fördern die soziale Interaktion.

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